Hallux Rigidus

 

Unter einem Hallux rigidus versteht man die schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe. Durch den Knorpelschaden ist das Bewegen schmerzhaft und im Schuh drücken die um das Gelenk entstandenen knöchernen Anlagerungen. Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Ein direktes Trauma aber auch vorangegangene Operationen können zur Knorpelzerstörung führen. Männer sind häufiger als Frauen betroffen.

Die Arthrose führt zu einer Verschmälerung des Gelenkspaltes. Die Gelenkskapsel entzündet sich und verdickt.  Bei Fortschreiten verschmälert sich der Gelenkspalt bis zur vollständigen Einsteifung. Konservativ kann durch die Wahl des Schuhwerks mit niedrigerem Absatz, steiferer Sohle und weichem Oberleder Abhilfe geschaffen werden. Auch Physiotherapie kann die Bewegung wieder verbessern.

Wenn die konservativen Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Verbesserung führen, ist eine Operation angebracht:

Cheilektomie

Für leichte Hallux rigidus hat sich die Cheilectomie als Chance Operation bewährt. Wichtig ist darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Chance für den Patienten handelt mit dieser simplen Operation zum Erfolg zu kommen.

Es wird dabei über einen Hautschnitt der am Fußrücken in Höhe des Großzehengrundgelenkes ein Abtragen der überstehenden Knochenränder durchgeführt. Dadurch wird der Bewegungsumfang vergrößert, und der Schmerz bei mechanischem Kontakt tritt nicht mehr auf.

Nachbehandlung

Nahtentfernung nach 2 Wochen, sofortige Belastung, normale Sandale um Bewegung zu verbessern

 

 

Moberg Osteotomie

Wenn bei der Cheilectomie intraoperativ festgestellt wird dass die Bewegung nicht ausreichend ist, so kann man dies durch die sogenannte Moberg Osteotomie verbessern.

Dabei handelt es sich um eine dorsale Keilentnahme am Grundglied der Großzehe. Die Nachbehandlung ist mit der Cheilectomie ident.

Die Großzehengrundgelenksarthrodese

Wenn die Arthrose des Großzehengrundgelenkes stark fortgeschritten ist, kann das Gelenk nicht mehr erhalten werden. Konträr zur allgemeinen Meinung besteht bei einer Großzehengrundgelenksarthrodese keine Behinderung des Patienten. Profifußballer (Herzog, Ehmann) haben damit ihre Karriere fortgesetzt.

Über einen Hautschnitt am Fußrücken wird der Knorpel des Gelenkes vollständig entfernt. Die Großzehe wird nun in ca 20 Grad Dorsalflexion und 15 Grad valgus gebracht und in dieser Stellung entweder mit 1 bis 2 Schrauben, einer Platte, Staples oder Bohrdrähten fixiert.

Nachbehandlung

Bei guter Knochenqualität genügt ein postoperativer Schuh für 6 Wochen. Im Falle einer Re-Operation oder bei Osteoporose erfolgt eine Gipsversorgung.